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Posts Tagged ‘katholisch’

Nicht nur in der katholischen Kirche gibt es Gebete, die mit Hilfe einer Zählkette verrichtet werden. Auch in anderen christlichen und nicht-christlichen Religionen sind Zählketten verbreitet.

So hat zum Beispiel in der Orthodoxen Kirche der Rosenkranz als Zählkette für das Jesusgebet eine lange Tradition. Inspiriert ist der Rosenkranz durch Gebetsketten aus dem Islam, dem Buddhismus und Hinduismus.

Der katholische Rosenkranz ist die in Deutschland wohl verbreitetste Gebetskette und erfreut sich großer Beliebtheit, besonders während der Monate Mai und Oktober. Hier finden die Marienandachten und das Rosenkranzfest statt , die der besonderen Verehrung Mariens dienen.

Der Rosenkranz besteht aus 59 Perlen und einem Kreuz. Nach einem vorgegebenen „Schema“ wird der Rosenkranz gebetet und soll eine enge Verbindung mit dem Leben, dem Leiden und der Herrlichkeit Jesu herstellen, die Maria im Heilswerk hat.

Im deutschsprachigen Raum wird der Rosenkranz meist wie folgt gebetet:

Es wird mit dem Kreuzzeichen begonnen: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Danach folgt das Apostolische Glaubensbekenntnis (Ich glaube an Gott …), wobei das Kreuz in der Hand gehalten wird.

Die ersten fünf Perlen gelten den einleitenden Gebeten:

Ehre sei dem Vater und das Vaterunser an der ersten großen Perle,
drei Ave Maria mit eingefügten Bitten um christliche Tugenden an den folgenden drei Perlen …
… um Glauben: Jesus, der in uns den Glauben vermehre,
um Hoffnung: Jesus, der in uns die Hoffnung stärke und
um Liebe: Jesus, der in uns die Liebe entzünde,

danach Ehre sei dem Vater und anschließend

50 Ave Maria, die in Zehnergruppen gegliedert werden. In jeder Zehnergruppe wird jeweils nach dem Wort „Jesus“ ein sogenanntes „Geheimnis“ eingefügt, ein Glaubenssatz, der dem Neuen Testament entstammt und das Leben Jesu und seiner Mutter Maria betrifft.

Jedes Gesetz wird mit dem Vater unser eingeleitet (an der großen Perle) und abgeschlossen mit dem Ehre sei dem Vater (vor der nächsten großen Perle).

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Meist wird „nur“ von Kommunion gesprochen, gemeint ist jedoch die Erstkommunion (im Rheinland auch Kinderkommunion genannt). Das Wort Kommunion kommt aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie „Gemeinschaft“.  Frei interpretiert, die Aufnahme in die christliche Glaubensgemeinschaft.

Die Erstkommunion in der katholischen Kirche ist meist sehr festlich gestaltet. Das Besondere, die Kinder nehmen an diesem Tag zum ersten Mal das Altarsakrament in Empfang. Zusammen mit der Taufe und der Firmung ist die Erstkommunion eines der Sakramente, mit der die Kinder in die katholische Kirche aufgenommen werden.

Bevor die Kinder die Erstkommunion empfangen dürfen, werden sie  darauf vorbereitet. Die Vorbereitung umfasst theoretische und praktische Elemente zur Einführung in den christlichen Glauben, wie den Kommunionsunterricht und auch den Empfang des Bußsakraments. Die Vorbereitung kann sowohl durch die Eltern als auch durch die Kirche erfolgen. Meist sind es kleine Gruppen, die von sog. Katecheten oder Eltern geleitet werden. Die Dauer der Vorbereitung variiert. Sie kann länger als ein Jahr dauern oder auch nur einige Tage. Teilweise werden auch spezielle Gottesdienste zur Vorbereitung angeboten.

Früher wurde die Erstkommunion im Alter zwischen 12 und 14 Jahren begangen, was meist mit der Schulentlassung zusammen fiel. Heute ist ein Alter von sechs bis zwölf Jahren üblich. In Deutschland sind die Kommunionkinder meist im dritten Schuljahr.

Als Termin für die Erstkommunion ist der Sonntag nach Ostern (Weißer Sonntag) weit verbreitet. Teilweise findet sie auch am Ostermontag, am 1. Mai oder auch an Christi Himmelfahrt statt. Grundsätzlich aber immer im April oder Mai.

In evangelisch-lutherischen Kirchen ist die Erstkommunion nicht üblich. In der Regel dürfen die Jugendlichen erst bei ihrer Konfirmation das erste Mal am Abendmahl teilnehmen.

Link-Tipps: „Bedeutung der Erstkommunion“  …  Geschenkideen und mehr zur Erstkommunion.

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