Feeds:
Artikel
Kommentare

Wer weiß heute noch, was der eigentliche Anlass ist, Ostern zu feiern? Vor allem Kinder wissen meist nicht mehr, was eigentlich dahinter steckt. Fragt man sie, werden die meisten wohl antworten: „Da kommt der Osterhase“ oder „Da gibt es Ostereier und Schokohasen“ oder ähnliches …

Genau wie Weihnachten, ist auch Ostern heutzutage in erster Linie eine kommerzielle Angelegenheit. Ob man nun gläubig ist oder nicht, ist es durchaus interessant zu wissen, welchen Hintergrund Ostern hat, einmal etwas mehr über unsere Bräuche und Feste zu erfahren.

Nach dem Neuen Testament hat Jesus den Tod am 3. Tag überwunden (dem ersten Tag der Woche), da an diesem Tag das Grab Jesu leer aufgefunden wurde. Laut der Bibel fielen die Heilsereignisse in eine Pessachwoche und so bestimmt der Termin dieses beweglichen jüdischen Festes auch das Osterdatum. Ostern wird immer am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert. Nach dem Gregorianischen Kalender also frühestens am 22. März und spätestens am 25. April. In diesem Jahr haben wir so ein spätes Ostern. Am 24. April ist Ostersonntag.

Ursprünglich wurde Ostern als Einheit von dem Leidensgedächtnis und der Auferstehungsfeier in der Osternacht begangen. Später erstreckte sich das Osterfest auf einen längeren Zeitraum. Auch heute noch verteilt sich das Osterfest auf mehrere Tage, vom Karfreitag (Tag der Kreuzigung) über den Karsamstag (Tag der Grabesruhe) bis zum Anbruch der neuen Woche, der Ostersonntag (Auferstehung). Damit beginnt dann die österliche Freudenszeit (Osterzeit), die exakt 50 Tage bis einschließlich Pfingsten andauert.

Und, woher kommt nun der Name Ostern, der in Deutschland gebräuchlich ist?

Ostern ist altgermanischen Ursprungs und eng verknüpft mit der Himmelsrichtung Osten, wo die Sonne aufgeht. Da im Christentum der Ort der aufgehenden Sonne als Symbol des auferstandenen Jesus Christus betrachtet wird, verwundert es auch nicht, dass diese Bezeichnung für das Auferstehungsfest Christi, also Osten/Ostern, den Weg ins Christentum fand.

Viele der heutigen Bräuche zu Ostern werden übrigens auf „heidnische“ (germanische und keltische) Ursprünge zurückgeführt, wie zum Beispiel die Osterfeuer.

Möchten Sie Ihren Kindern die österlichen Bräuche auf anschauliche Weise näher bringen, unsere Empfehlung, das Buch: „Österliches Brauchtum den Kindern erklärt“.

Nicht nur in der katholischen Kirche gibt es Gebete, die mit Hilfe einer Zählkette verrichtet werden. Auch in anderen christlichen und nicht-christlichen Religionen sind Zählketten verbreitet.

So hat zum Beispiel in der Orthodoxen Kirche der Rosenkranz als Zählkette für das Jesusgebet eine lange Tradition. Inspiriert ist der Rosenkranz durch Gebetsketten aus dem Islam, dem Buddhismus und Hinduismus.

Der katholische Rosenkranz ist die in Deutschland wohl verbreitetste Gebetskette und erfreut sich großer Beliebtheit, besonders während der Monate Mai und Oktober. Hier finden die Marienandachten und das Rosenkranzfest statt , die der besonderen Verehrung Mariens dienen.

Der Rosenkranz besteht aus 59 Perlen und einem Kreuz. Nach einem vorgegebenen „Schema“ wird der Rosenkranz gebetet und soll eine enge Verbindung mit dem Leben, dem Leiden und der Herrlichkeit Jesu herstellen, die Maria im Heilswerk hat.

Im deutschsprachigen Raum wird der Rosenkranz meist wie folgt gebetet:

Es wird mit dem Kreuzzeichen begonnen: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Danach folgt das Apostolische Glaubensbekenntnis (Ich glaube an Gott …), wobei das Kreuz in der Hand gehalten wird.

Die ersten fünf Perlen gelten den einleitenden Gebeten:

Ehre sei dem Vater und das Vaterunser an der ersten großen Perle,
drei Ave Maria mit eingefügten Bitten um christliche Tugenden an den folgenden drei Perlen …
… um Glauben: Jesus, der in uns den Glauben vermehre,
um Hoffnung: Jesus, der in uns die Hoffnung stärke und
um Liebe: Jesus, der in uns die Liebe entzünde,

danach Ehre sei dem Vater und anschließend

50 Ave Maria, die in Zehnergruppen gegliedert werden. In jeder Zehnergruppe wird jeweils nach dem Wort „Jesus“ ein sogenanntes „Geheimnis“ eingefügt, ein Glaubenssatz, der dem Neuen Testament entstammt und das Leben Jesu und seiner Mutter Maria betrifft.

Jedes Gesetz wird mit dem Vater unser eingeleitet (an der großen Perle) und abgeschlossen mit dem Ehre sei dem Vater (vor der nächsten großen Perle).

Der Kuss

In vielen Kulturen gilt der Kuss als besonderer Ausdruck von Liebe, Freundschaft und Anerkennung. Jedoch ist die Bedeutung des Kusses, vor allem Küsse in der Öffentlichkeit, sehr unterschiedlich.

In der westlichen Kultur ist der Kuss meist Ausdruck von Liebe und Zuneigung. In vielen europäischen Ländern, wie zum Beispiel in Frankreich, Italien, Griechenland, Polen oder auch in der Türkei und in Argentinien ist es zum Beispiel üblich sich zur Begrüßung zu küssen. In manchen  Kulturkreisen ist diese Form der Begrüßung auf den Familienkreis beschränkt. In anderen wiederum auch unter Bekannten, Freunden üblich. Auch in Teilen Süddeutschlands ist das „Küsschen“ unter Freunden, Bekannten verbreitet.

Als möglichen Ursprung des Kusses sehen manche Wissenschaftler die Tatsache, dass  bei Menschenaffen und einigen noch ursprünglich lebenden Völkern beobachtet werden kann, dass Mütter vorgekaute Nahrung von Mund zu Mund an ihre Jungen abgeben. Das Berühren der Lippen wird allgemein als angenehm empfunden, was vermutlich damit zusammenhängt, dass Lippen eine besondere lebenswichtige Bedeutung haben, sind sie doch eng mit der Nahrungsaufnahme verknüpft.

Eine weitere Erklärung, warum der Kuss, das Küssen eine so große Bedeutung hat, ist sicher, dass an den Lippen besonders viele Nervenenden für den Tastsinn vorhanden sind, sowie Sinneszellen für den Wärmesinn. So liegt es nahe, dass Mund-zu-Mund-Berührungen intensive Gefühle hervorrufen können. Pheromone, die beim Küssen ebenfalls übertragen werden, können für eine Steigerung der Lust sorgen.

Der erste Kuss eines verliebten Paares, ist etwas ganz Besonderes, ein wichtiger Wendepunkt am Anfang einer (möglichen) Beziehung. Denn der Kuss ist ein Symbol für eine starke Verbindung, Vertrauen und Anziehung.

Zur Weihnachtszeit ist es in vielen westlichen Ländern Brauch, Paare, die sich unter einen Mistelzweig stellen, dass sie sich küssen. Es heißt, das Paar bleibt dann zusammen.

Kussspiele: Anfang des 19. Jahrhunderts war das Küsse(r)raten ein beliebtes Spiel. Oder, vor allem bei Jugendlichen beliebt, das Flaschendrehen auf Partys.

Religiöses: Paulus schrieb an die Korinther: „Zuletzt, liebe Brüder, freut Euch, lasst Euch zurechtbringen, lasst Euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So wird der Gott der Liebe und des Friedens mit Euch sein. Grüßt Euch untereinander mit dem heiligen Kuss.“ 2 Kor 13,11+12. Weiterhin kannte man in der alten christlichen Kirche den Friedenskuss als ein Zeichen der Versöhnung. Und in der griechischen Kirche ist z.B. der Osterkuss üblich.

Einen geheuchelten Kuss oder unehrlichen Kuss, in dem sich statt Freundschaft Feindschaft/böse Absichten verbergen, wird als „Judaskuss“ bezeichnet.

Im Mittelalter wurde mit einem Kuss die Abhängigkeit zwischen Lehensherren und Untergebenem besiegelt und der Verlobungskuss hatte seinerzeit eine rechtlich bindende Wirkung. Der Kuss war also seinerzeit von großer Bedeutung.

Auch in Märchen spielt der Kuss oft eine wichtige Rolle, man denke nur an Dornröschen oder Der Froschkönig. Natürlich findet sich auch in zahlreichen literarischen und filmischen Werken der Kuss als ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt wieder.

Geschenkidee Schiefertafel

Als Eltern, Paten und weitere nahe und ferne Verwandte sucht man oft nicht nur nach dem passenden Geschenk zur Erstkommunion. Man möchte dem Kind gerne noch einen besonderen Wunsch, eine Weisheit mit auf den weiteren Lebensweg geben.

Dazu einige Anregungen …

 

 

 

Biblische Sprüche

. Denn er hat seinen Engeln befohlen über Dir,
dass sie Dich behüten auf allen deinen Wegen.
(Altes Testament Buch: 4, Psalm, Kapitel: 091, Vers: 011)


. Der Gerechten Pfad ist wie das Licht am Morgen
das immer heller wird bis zum vollen Tag
(Sprüche 4,18)


. Bittet
So wird euch gegeben
Suchet
So werdet ihr finden
Klopfet an
So wird euch aufgetan
(Matthäus 7,7)

 

Weisheiten und Zitate

. Geh nicht nur die glatten Straßen.
Geh Wege, die noch niemand ging,
damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.
(Antoine de Saint-Exupéry)


. Tritt ein für deines Herzens Meinung
und fürchte nicht der Feinde Spott,
bekämpfe mutig die Verneinung,
so du den Glauben hast an Gott
(Theodor Fontane)

 

. Gott gebe Dir
Für jeden Sturm einen Regenbogen
Für jede Träne ein Lachen
Für jede Sorge eine Aussicht
Und eine Hilfe in jeder Schwierigkeit
Für jedes Problem, das das Leben schickt
einen Freund es zu teilen
Für jeden Seufzer ein schönes Lied
und eine Antwort auf jedes Gebet
(Irisches Sprichwort)

 

. Gottes Segen möge Dich geleiten
heute, morgen und zu allen Zeiten!
(Friedrich Morgenroth)


. An solchem Tag im Leben
sei Ausdruck diesem Wunsch gegeben,
dass Gottes Segen, Gottes Güte
Dich stets begleite und behüte!
(Friedrich Morgenroth)

Jemanden mit einem Geschenk seine Zuneigung oder Freundschaft zu zeigen, ist ein schöner Brauch: der Valentinstag.

Allerdings wird der Valentinstag nicht in allen Ländern gleich begangen.

So feiert man den Valentinstag in Deutschland erst seit 1950, als ihn US-Soldaten zu uns brachten. Seitdem erfreut sich der Brauch, am 14. Februar seiner Liebsten Blumen, kleine Geschenke oder Schmuck zu schenken immer größerer Beliebtheit.

In England ist es üblich nicht nur kleine Geschenke zu machen, es werden auch gerne Sprüche und Gedichte verschickt. Dieser Brauch war bereits im 15. Jahrhundert in der gehobenen Gesellschaft verbreitet. Durch englische Auswanderer wurde diese Tradition auch in den USA verbreitet und erfreute sich schnell großer Beliebtheit.

Mehr noch, heute beschenken sich in den USA nicht nur Menschen, auch die geliebten Haustiere werden am 14. Februar mit herzigen Geschenken bedacht. Es werden Fressnäpfe in Herzform verschenkt, Körbchen mit roten Kuschelkissen und Herzchenaufdruck, Hundekekse in Herzform usw. Und, es gibt sogar eine „Liebesbriefmarke“ mit einem großen roten Herz, extra für die Valentins-Post.

In  Italien treffen sich Liebespaare meist an Brücken oder Gewässern. Häufig  gibt es dort Vorrichtungen, an denen man z. B. ein Fahrrad anschließen kann. Die Liebenden zweckentfremden diese, hängen dann einfach ein Vorhänge-schloss daran und schreiben ihre Initialen darauf, manchmal auch mit Datum oder aufgeklebten Fotos. Anschließende wirft jeder einen Schlüssel ins Wasser und wünscht sich etwas – meist, dass sie die große Liebe gefunden haben. Ein weiterer Brauch ist z.B., am 14. Februar die Auszeichnung „San Valentino d’Oro“ an Schlagersänger zu verleihen.

In Finnland dagegen ist der Valentinstag weniger ein Tag der Liebenden, sondern er wird allgemein als Freundschaftstag gefeiert. Es werden Grußkarten oder kleine Geschenke an Menschen geschickt, mit denen man seine Sympathie und Zuneigung zeigen möchte – interessant: anonym. So weiß keiner von wem die lieben Worte kommen.

Auch in China gibt es einen Valentinstag. Dieser wird jedoch erst am 7. Juli gefeiert und heißt dort Qixi. Einer Legende zufolge waren der Hirtenjunge Niulang und die Fee Zhinü ein Paar, was dem Himmelskaiser nicht gefiel. So verbannte er beide und ließ sie zu zwei Sternen werden (Altair und Wega), getrennt durch die Milchstraße. Nur am Qixi-Fest ist es seitdem beiden gestattet, sich zu treffen.

Heute ist dies der Tag, an dem sich in China Liebende kleine Geschenke überreichen. In Großstädten werden immer öfter große Events, spezielle Partys veranstaltet und in manchen Regionen werden an diesem Tag sogar Gruppenhochzeiten gefeiert.

In Japan beschenken Frauen ihre Männer! Aber nicht nur Partner und Ehemänner, sondern auch männliche Kollegen, Chefs und Freunde. Traditionell erhalten die Männer eine Tafel Schokolade. Und einen Monat später am 14. März, dem sog. White Day, erhalten die Frauen dann im Gegenzug von den Männern eine Tafel weiße Schokolade.

Sie sehen, die Bräuche sind weltweit sehr unterschiedlich. Wie auch immer man den Valentinstag feiern mag, nehmen Sie ihn einfach zum Anlass einem lieben Menschen (es muss ja nicht nur der Partner sein) mit einer kleinen Aufmerksamkeit ihre Sympathie zu zeigen.

Die Erstkommunion ist meist für die ganze Familie ein großes Fest. Außer den Eltern sind in der Regel  die Paten und oft auch nahe und ferne Verwandte anwesend. Dem Kind soll dieser besondere Tag natürlich möglichst lange in guter Erinnerung bleiben. Ein passendes Geschenk ist dabei natürlich hilfreich und einfach eine feine Geste.

Besonders schön ist es, wenn die Geschenke dem jungen Menschen die Bedeutung dieses besonderen Tages vermitteln, einen Bezug zu diesem wichtigen Fest haben und sie möglichst ein Leben lang begleiten. Nun ist es nicht immer leicht etwas zu finden, das sowohl den Kindern gefällt und auch gerne getragen bzw. benutzt wird.

Beliebt und sinnvoll sind zum Beispiel Kinderkreuze aus Holz, farbenfrohe Schmuckkreuze, Kreuzanhänger und Schutzengel. Aber auch Kind gerechte Bücher zum Thema, Spiele, die den Glauben vertiefen, die Entwicklung des Kindes fördern, sind eine gute Idee.

In unserem Shop finden Sie eine große Auswahl an verschiedenen Geschenkideen mit den Symbolen der Sakramente.

Mehr zur Bedeutung der einzelnen Symbole lesen Sie in unserem Beitrag „Symbole zur Erstkommunion und ihre Bedeutung“.

 

Wie bereits in unserem letzten Beitrag beschrieben, kann es hilfreich sein, Bilder und Symbole in der Vorbereitung zur Erstkommunion zu verwenden. Mit Geschichten, Rätseln und Spielen, die sich mit der christlichen Symbolik beschäftigen können sich die Kinder leichter mit dem Glauben identifizieren.

So werden z.B. die Menschen/Gläubigen als Schäfchen bezeichnet und Jesus ist der (Gute) Hirte. Also Beschützer, Vorbild und Hüter für die Menschen. Denn nicht immer ist der Lebensweg einfach und klar. So heißt es denn auch, Gott lässt niemanden im Stich, er ist immer für Dich da.

Oft verwendete Symbole zur Erstkommunion sind der Kelch und das Brot. Sie stehen für das letzte Abendmahl Jesus. Er bat seine Jünger zu sich, um mit ihnen Brot und Wein zu teilen. Übertragen auf die Kommunionskinder, sollen sie zu Jesus kommen, um mit ihm das Brot zu teilen.

Weitere typische Symbole sind das Weizenkorn bzw. die ähre. Sie stellen das Grundnahrungsmittel dar, welches der Mensch der Natur abgewinnt, ohne sie allerdings zu zerstören. Brot bedeutet Leben, nicht Hungern zu müssen. – Hier wäre z.B. ein schöner Ansatz für die aktuelle Ernährungslage vor allem in den armen Ländern der Welt. Durch die Ausbeutung der Natur, der Ressourcen könnten wir bald vor einem großen Problem stehen.

Besonders beliebt und häufig verwendet wird der Fisch. Der Fisch ist ein weit verbreitetes Bildmotiv, das vor allem in den letzten Jahrzehnten immer häufiger verwendet wird und sogar auf PKWs zu finden ist. Der Fisch wurde bereits vor rund 2000 Jahren als Zeichen von den UrChristen benutzt. Die altgriechische Übersetzung für Fisch ist Ichtys und bedeutet so viel wie: Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter.

Ebenfalls sehr beliebt, wohl auch, weil Kinder Buntes einfach besonders mögen, ist der Regenbogen. Der Regenbogen steht für die Verbundenheit zwischen Gott und den Menschen. Die Kinder kommen mit dem Sakrament der Erstkommunion Jesus ein Stück näher und sollen so die Verbundenheit zu ihm durch den Regenbogen spüren.

Am weitesten verbreitet ist natürlich das Kreuz und von großer religiöser Bedeutung. Die waagrechte Linie steht für die Erde, die senkrechte Linie verweist auf den Himmel. Das Kreuz soll also die Verbindung zwischen Himmel und Erde darstellen. Zugleich steht das Kreuz für Frieden und Erlösung.

Wären noch der letzte und erste Buchstabe des griechischen Alphabets: Alpha und Omega. Damit wird symbolisiert, dass Gott das Allumfassende darstellt. Er ist der Anfang und das Ende.

Auch der Weinstock/Reben, die Raupe bzw. der Schmetterling, der Lebensbaum und das Wasser sind in der Symbolik zur Erstkommunion zu finden. Die Raupe bzw. der Schmetterling steht für die Verwandlung, die Wiedergeburt bzw. Auferstehung. Währende der Lebensbaum nach dem Verständnis des neuen Testaments den Weg und die Wahrheit und das Leben symbolisieren soll.

Früher war die Glaubensweitergabe an die Jüngsten in der Familie ein selbstverständlicher Bestandteil des Lebenswegs. Heute stehen meist andere Dinge im Vordergrund. Die Lebensumstände insgesamt haben sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Die Schule nimmt natürlich nach wie vor einen großen Teil des kindlichen/jungendlichen Alltags ein, dazu kommen oft Sport in Vereinen, Computerspiele, Fernsehen … Es gibt so unendlich viele Ablenkungen und Möglichkeiten, so dass der Glaube oft etwas auf der Strecke bleibt.

Meist sind auch beide Elternteile berufstätig, sind selber womöglich weniger religiös bzw. haben einfach zu wenig Zeit sich mit dem christlichen Glauben auseinander zu setzen. So ist es nicht verwunderlich, dass die Erstkommunion, sowohl den Kindern als auch den Eltern eine Chance bietet, dem Glauben wieder näher zu kommen. So können z.B. Traditionen durch neue Ideen und Konzepte „aufgefrischt“ oder ergänzt werden.

Die meisten Eltern wünschen sich, dass ihre Tochter oder ihr Sohn dem Alter entsprechend auf die Erstkommunion vorbereitet wird, oder anders ausgedrückt, zeitgemäß auf den  Glauben eingestimmt werden.

Die Erstkommunion ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg des Hineinwachsens in den Glauben, zählt sie doch wie die Taufe und Firmung zu den sog. Initiationssakramenten, das Sakrament der Christwerdung. Und, zur Vorbereitung gehört neben dem „Unterricht“ auch die erstmalige Beichte.

Nach wie vor  wird die Vorbereitung überwiegend  von den Eltern übernommen, zum Teil auch  ergänzend durch  den Religionsunterricht  in der  Schule. Meist in kleinen  Gruppen  wird  der  Nachwuchs „eingeweiht“.  Mit  ausgesuchten Bibel-
texten, Geschichten, Spielen,  Liedern,  Bildern  und auch biblischen Rätseln und anderen  Aufgabenstellungen kann man den Kindern den christlichen Glauben spielerisch vermitteln.

Um den Kommunionskindern den Weg zu Gott einfacher zu vermitteln, können auch Symbole eine gute Hilfe sein und auch bei der Kommunion selbst spielen bestimmte Symbole eine wichtige Rolle.  > Mehr zu den Symbolen und deren Bedeutung lesen Sie im nächsten Beitrag. <

Ein Leitfaden mit Ideen und Anregungen, wie Eltern die Vorbereitung interessant gestalten können, bietet Ihnen z.B. das Buch „Erstkommunion Leitfaden – Jesus begegnen in der heiligen Kommunion

Meist wird „nur“ von Kommunion gesprochen, gemeint ist jedoch die Erstkommunion (im Rheinland auch Kinderkommunion genannt). Das Wort Kommunion kommt aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie „Gemeinschaft“.  Frei interpretiert, die Aufnahme in die christliche Glaubensgemeinschaft.

Die Erstkommunion in der katholischen Kirche ist meist sehr festlich gestaltet. Das Besondere, die Kinder nehmen an diesem Tag zum ersten Mal das Altarsakrament in Empfang. Zusammen mit der Taufe und der Firmung ist die Erstkommunion eines der Sakramente, mit der die Kinder in die katholische Kirche aufgenommen werden.

Bevor die Kinder die Erstkommunion empfangen dürfen, werden sie  darauf vorbereitet. Die Vorbereitung umfasst theoretische und praktische Elemente zur Einführung in den christlichen Glauben, wie den Kommunionsunterricht und auch den Empfang des Bußsakraments. Die Vorbereitung kann sowohl durch die Eltern als auch durch die Kirche erfolgen. Meist sind es kleine Gruppen, die von sog. Katecheten oder Eltern geleitet werden. Die Dauer der Vorbereitung variiert. Sie kann länger als ein Jahr dauern oder auch nur einige Tage. Teilweise werden auch spezielle Gottesdienste zur Vorbereitung angeboten.

Früher wurde die Erstkommunion im Alter zwischen 12 und 14 Jahren begangen, was meist mit der Schulentlassung zusammen fiel. Heute ist ein Alter von sechs bis zwölf Jahren üblich. In Deutschland sind die Kommunionkinder meist im dritten Schuljahr.

Als Termin für die Erstkommunion ist der Sonntag nach Ostern (Weißer Sonntag) weit verbreitet. Teilweise findet sie auch am Ostermontag, am 1. Mai oder auch an Christi Himmelfahrt statt. Grundsätzlich aber immer im April oder Mai.

In evangelisch-lutherischen Kirchen ist die Erstkommunion nicht üblich. In der Regel dürfen die Jugendlichen erst bei ihrer Konfirmation das erste Mal am Abendmahl teilnehmen.

Link-Tipps: „Bedeutung der Erstkommunion“  …  Geschenkideen und mehr zur Erstkommunion.

 

 

Der Begriff Weihrauch ist eine Ableitung von dem althochdeutschen wîhrouch und bedeutet so viel wie heiliges Räucherwerk. Gemeint sind Harze und verschiedene Pflanzenarten (z.B. Weihrauchbaum und -pflanze), die zum Räuchern gewonnen werden, aber auch das Räuchern an sich.

Weihrauch-Harz ist ein körniges getrocknetes Harz, welches bereits von den alten Ägyptern für kultische Zwecke eingesetzt wurde. So wurde es z.B. bei der Mumifizierung verwendet und vor allem höher gestellter Personen nutzen Weihrauch als aromatisches, desinfizierendes und entzündungshemmendes Räucher- und Heilmittel.

Die Weihrauch-Harze entwickeln beim Verglühen einen duftenden Rauch, der auch heute noch in verschiedenen Religionen für unterschiedliche Zeremonien und kultischen Handlungen verwendet wird. Die Verwendung von Weihrauch im Christentum ist den Kult der Israeliten zurückzuführen, in deren Tempeln häufig Weihrauch verbrannt wurde.

Heute wird in der katholischen Kirche Weihrauch vor allem in der Messe und im Stundengebet verwendet. Aber auch bei Prozessionen und Andachten wird geräuchert. Es werden die christlichen Symbole, die eucharistischen Gaben und die Gläubigen beräuchert. Der Weihraucht ist ein Symbol für die Reinigung, die Verehrung und das Gebet. In der katholischen Liturgie soll der Gottesdienst ein Gottesdienst für alle Sinn sein, also auch für den Geruchssinn. Weihrauch gilt als ein Zeichen von Gottes Gegenwart. Übrigens, erst seit 1970 kann Weihrauch wieder in allen Gottesdiensten verwendet werden. Bis dahin war der Weihrauch nur für besondere Festlichkeiten bestimmt.

Auch in der orthodoxen Kirche und auch bei asiatischen Religionen ist das Räuchern weit verbreitet. In der orthodoxen und orientalischen Liturgie beispielsweise wird Weihrauch als Duft des Himmels verwendet. So ist nach alter orientalischer Vorstellung eine Gottesbegegnung mit einem Dufterlebnis verknüpft.

In der evangelischen Kirche dagegen wird Weihrauch nicht oder nur selten verwendet. Da es in den reformierten Kirchen von Anfang an als „Schmuck“ abgelehnt wurde.

In den meisten Fällen werden Mischungen aus verschiedenen Räuchermitteln verwendet, wie z.B. Benzoe, Myrrhe, Zistrose oder Lorbeer und variieren je nach Religion und Kultur.

Ein anderer Aspekt ist das Räuchern als Heilmittel. In früheren Zeiten waren Heilkunde und Religion eng miteinander verknüpft. So finden sich erste Hinweise auf das Räuchern bereits in etwa 3500 Jahre alten Schriften aus dem alten Ägypten. Die Ägypter nutzten Weihrauch sowohl für einen guten Geruch als auch für Salben und andere medizinische Zwecke.

Etwa 500 Jahr später entstanden verschiedene Handelswege die das Harz aus Afrika und Indien in dem damaligen Mesopotamien „verbreiteten“. So verwendeten später auch griechisch-römische Ärzte Weihrauch zur Wundheilung und –reinigung und bei div. anderen medizinischen Problemen.

Das Verbrennen von Kräutern, Harzen und Wurzeln in kleinen Mengen ist seit vorchristlicher Zeit in Europa bekannt. Allerdings war im Alpenraum das Räuchern nicht nur eine hygienische Maßnahme. So sollte vor allem im langen Winter mit dem Rauch die Unterweltgöttin Percht gebannt werden, die dem Volksglauben nach in den zwölf Rau(ch)nächten zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar übers Land ritt. Zum Jahreswechsel wurde dann jeder Raum beräuchert, um das neue Jahr zu begrüßen und der neuen Zeit „Raum“ zu geben. Also in erster Linie ein Zeremoniell, um eine gute Atmosphäre im Haus zu schaffen.

Obwohl über die Wirkmechanismen des Weihrauchs nichts bekannt war, führten praktische Erfolge auch im Mittelalter dazu, dass dieser weiter medizinisch eingesetzt wurde. Erst als andere, neue Arzneien entwickelt wurden, geriet Weihrauch als Heilmittel in Vergessenheit, ebenso die verschiedenen zeremoniellen Räuchertraditionen. Heute wird in der Naturheilkunde wieder Weihrauch eingesetzt – moderne Labormethoden haben die Heilwirkung von Weihrauch belegt. Und auch Traditionen wie das Hausräuchern werden wieder belebt.

Ältere Artikel »

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.